Ausbildung Ski-Alpin
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Viele Vereine wissen gar nicht, was bei einer Ausbildung auf ihre Leute zukommt, was wird gefordert, wie hoch ist das skiläuferische Niveau. Um hier im Vorfeld mehr Klarheit zu schaffen, hat der Skiverband Kriterien erarbeitet, wie das skiläuferische Können auszusehen hat. Entworfen wurde das Konzept von Frieder Wagner, Landesausbilder im SVRhh. 

Gefordert werden: 
1. Sportliches Skilaufen 
      -    Fahren geschnittener Radien auf der Kante mit möglichst wenig Rutschanteilen 
      -    kontrollierte, höhere Fahrgeschwindigkeit 
      -    kaum Schrägfahrten 
      -    "Schwung aus Schwung" fahren 
      -    Buckelpisten- und Tiefschneefahren sind von Vorteil 

2. Variables Skilaufen 
    -    mit verschiedenen Radien fahren (kurze, mittlere und lange Schwünge)
    -    Variieren der Vertikalbewegung (kein -, wenig -, explosives Aufrichten) 
    -    Variieren der Arm- und Stockhaltung 
    -    Variieren der Beinstellung (parallel offen, -geschlossen, Pflug- und Scherstellung) 
    -    situatives Einstellen der Skitechnik auf Schnee, Hangneigung, Gelände, Wetter, Pistenbetrieb, ... 

3. Demonstrationskönnen - Annäherung an das Technikleitbild (siehe Skilehrplan) 

4. Sicheres Skilaufen 
    -   Skilaufen unter Beachtung der FIS-Regeln 
    -   Skilaufen unter Berücksichigung bzgl. der Fahrweise der oben angeführten Punkte mit einer sicheren Fahrposition 
        das Gelände meistern. 

5. Kenntnisse aller Lehrpläne sind von Vorteil 

6. Hospitationen während einer Vereinsfahrt mit dem Führen einer Gruppe sind vorteilhaft (Gute Vorbereitung auf den
    Kurzversuch und die Lehrprobe) 



Wichtig: Bei der  Ausbildung, Fortbildung und Sichtung der steht das Fahren mit Carving-Ski im Vordergrund.  
                 Empfohlen wird deswegen, ein Ski aus diesem Bereich zu nehmen.



Wie wird nun während des Basislehrganges gesichtet:
Es gib die Noten: +, O, -
die "O" entspricht einer 4,5 beim Lehrgang, entsprechend sind "+" oder "-" einzuordnen.

Zuerst wird abgeprüft, ob die oder der Teilnehmer/in die "Fertigkeit" besitzt, also in der Lage ist, oben angeführte Punkte sofort nachzuvollziehen. Wenn dem so ist, kann für die/dem Teilnehmer/in eine Empfehlung (+) für den Lehrgang ausgesprochen werden. 
(Plus heißt besser als die Note 4,5 beim Lehrgang) 

Sollte die oder der Teilnehmer/in noch nicht in der Lage sein, die oben angeführten Punkte nachzufahren, werden die Ausbilder versuchen, über Bewegungsaufgaben oder -anweisungen innerhalb der nächsten zweieinhalb Tagen, die/den Teilnehmern/innen die oben angeführte Fertigkeiten zu vermitteln. Können die Aufgaben oder Anweisungen über das Üben innerhalb der Tage nachvollzogen werden, kann wie oben beschrieben ebenfalls eine Empfehlung gegeben werden. (O oder +) 

Ist in der ganzen Zeit keine Steigerung ersichtlich, kann leider keine Empfehlung gegeben werden. (-) 

Natürlich ist die Empfehlung, zu einem Grundstufen-Lehrgang zu fahren, kein Freifahrtfahrtschein. 

Die Sichtung innerhalb des Basislehrganges ist nur eine Empfehlung. Ein Verein kann trotz negativer Sichtung einen Teilnehmer melden. Die Erfahrung hat es aber gezeigt, daß bei negativer Sichtung eine beinahe 100%-ige Durchfallquote besteht. 
Zudem ist es nach unserem Dafürhalten den anderen Teilnehmer gegenüber ungerecht, wenn ein Gruppenmitglied den Tagesablauf bremst, weil das Skikönnen nicht ausreicht !!! 

Kurzer Abriß des Grundstufenlehrgangs: 
1. Basislehrgang mit Theorie in Fulpmes /Stubaital (4 Tage)
       
     Voraussichtliches Schulungsprogramm des Basislehrgangs:
     -     Jeden Tag Tagesnote jeweils in Demonstrations- und Fahrkönnen 
     -      Kurzversuch
     -     gemeinsames Ausarbeiteten einer Lehrprobe (Dauer 20-30 min) 
     -     Theorie 
 
2. Grundstufenlehrgang mit Theorie in Fulpmes/Stubaital (7 Tage) 
            Voraussichtliches Programm des Grundstufenlehrgangs:
     -     Jeden Tag Tagesnote jeweils in Demonstrations- und Fahrkönnen 
     -     1 Kurzversuch (10 min) 
     -     1 ausgearbeitete Lehrprobe (Dauer 20-30 min) 
     -     Klausur (60 min) 


Nähere Infos:
Referent für Lehrwesen - Jochen Augustin, Galgenbergstraße 46, 66571 Eppelborn, 
Tel./Fax: 06881 962785
E-Mail: lehrwesen@sbsb-saar.de 

 

Stand: 07.09.2011