Für Heinz Müller ist diese
moderne "Schneehalle" jedenfalls ein Glücksfall. Und so gibt er
die Hoffnung nicht auf, dass sein Traum eines Tages wahr wird: "Hier,
wo die Kinder schon ab dem Alter von sechs Jahren im Aufbautraining
geschult werden, einmal Talente herauszufinden, um in der Zweiten Liga zu
spielen." Müller vergleicht die Zweite Liga mit verschiedenen
Ebenen, die bis zur Liga zwei führen. Von der Vereinsebene über die
Landesverbandsebene führt der Weg der Besten in die Punkterennen des
Deutschen Skiverbandes (DSV). "Die Crème aus diesen Punkterennen
wird dann für den C-, D- und A-Kader im DSV nominiert. Wer es von denen
wiederum schafft, für den ist die nächste Station der Europa- und schließlich
der Weltcup", erläutert der Präsident den möglichen Erfolgsweg.
Nach Müllers Aussage hat Deutschland den Anschluss an
die Ski-Weltelite verpasst - was aber nicht am Skiverband liege: "Die
Alpen und somit die Skigebiete sind halt weit weg von uns. Oft mangelt es
den Gemeinden auch an Pisten und Schneehilfen. Und natürlich spielen die
klimatischen Verhältnisse in unseren Regionen eine nicht unbedeutende
Rolle", versucht Heinz Müller das Desaster fehlender deutscher Skigrößen
zu erklären.
Dass großes Interesse an dieser rasanten Sportart auf
zwei langen, schmalen Brettern selbst im eher schneearmen Saarland,
vorhanden ist, beweisen Zahlen: 10600 Mitglieder, die in 56 saarländischen
Vereinen von 350 Übungsleitern einschließlich Trainern betreut und
geschult werden, gehören dem Verband an. Davon betreiben 80 Prozent den
alpinen Skisport, unter ihnen 2000 Jugendliche. Die restlichen 20 Prozent
sind Wanderer und Bergsteiger. "Natürlich erhoffen wir uns von den
Olympischen Winterspielen auch einen Mitgliederzuwachs", sagt Heinz Müller,
der seit 1979 dem Saarländischen Bergsteiger- und Skiläuferbund als Präsident
vorsteht. Um aber in Sachen Mitgliederzuwachs auf Nummer Sicher zu gehen,
bedient sich der Verband zudem eines speziellen Konzepts. "Haben wir
uns bisher von Verbandsseite eher zurückgehalten, so versuchen wir jetzt,
aktiv in die Mitgliederwerbung einzugreifen, indem wir auf künftige
Mitglieder zugehen", erläutert Müller das neue Verbandskonzept.
Wird sich die Zahl der Mitglieder beachtlich erhöhen,
dann werden Präsident, Trainer und Kinder außer montags auch noch
mittwochs oder donnerstags ab 14 Uhr in voller Ski-Montur bereitstehen.
Und die Karawane wird dann mit vier oder fünf Kleinbussen davonrollen -
nach Amnéville in die Traum-Schnee- und Skihalle. Zum (Aufbau)-Training -
eventuell sogar für die "Zweite Liga" des Skisports.
Informationen über den Saar-Bergsteiger- und
Skiläuferbund bei Heinz Müller unter Tel. (06898)935565 und unter www.sbsb-saar.de;
Infos über die Skihalle unter www.indoor-ski-amneville.com.